Salüt-chen tout le monde!
Der Profilkurs Erasmus+ möchte von der vergangenen Woche vom 18. bis 23. Mai berichten. In diesem Zeitraum machten wir uns, begleitet von Madame Marcinkowski und Madame Heske, auf den Weg nach Brive-La-Gaillarde in Frankreich. Ziel war der Besuch unserer Partnerschule Simone Veil, wo wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Seconde an unserem Projekt „Nonauharcèlement“ arbeiteten.
Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens. Wir starteten mit einem interaktiven Kahoot-Quiz und Präsentationen, gefolgt von verschiedenen Spielen, die das Eis brachen. Mit einem angeleiteten Brainstorming sprachen wir über die verschiedenen Formen von Mobbing: körperlich, psychisch, verbal und digital.
Durch den Austausch mit unseren französischen Partnern wurde uns bewusst, dass sich Mobbing in vielen alltäglichen Verhaltensweisen verstecken kann. Diese Erkenntnis half uns, die Realität in anderen Ländern besser zu verstehen. Wir erkannten auch, dass Zuhören und Respekt grundlegende Werte sind, die überall gelten sollten.
Am Mittwoch erwartete uns eine spannende Herausforderung mit dem Escape-Room „Le labyrinthe de Nina“. Diese aufwändig gestaltete App ermöglichte es uns, die Geschichte von der verschwundenen Nina nachzuempfinden und Mobbing in Videos, Sprachnachrichten, Fotos nach und nach aufzudecken. Wir waren wirklich betroffen.
Uns wurde bewusst, dass es nicht ausreicht, Mobbing nur zu verurteilen – wir müssen auch darüber sprechen und es sichtbar machen, damit jeder es besser erkennen und bekämpfen kann. Um diesem Ziel näher zu kommen, widmeten wir den gesamten Donnerstag der Erstellung von Broschüren in allen drei Sprachen.
Die gemeinsame Arbeit mit den Franzosen half uns, einander besser kennenzulernen und zeigte uns, dass Mobbing uns alle betrifft – nicht nur die Opfer oder die Täter. Gewalt darf nicht verharmlost werden, selbst wenn sie „klein“ wirkt oder sich hinter einem Bildschirm versteckt. Nur gemeinsam können wir vorankommen, indem wir lernen, miteinander zu sprechen und uns gegenseitig zu unterstützen.
Eine unserer Austauschpartnerinnen stellt uns das Programm pHare vor, das in ganz Frankreich einen großen Stellenwert hat. Lisa beeindruckte uns ohnehin mit ihrem offenen Wesen und ihrer engagierten Art. Sie zeigte uns, dass man als élève ambassadeur einen entscheidenden Beitrag gegen die Bekämpfung von Mobbing leisten kann.
Am Rande der Arbeit in der Schule hatten wir auch temps libre, um die Städte Brive und Collonges-la-Rouge zu erkunden. Mit einer Fotochallenge begaben wir uns zu den besten Hotspots. In Collonges haben wir im Übrigen die weltbesten Galettes probiert. Bei der Wahl gab es zwei klare Favoriten: Team trois fromages oder Team Galette baltique. Wir empfehlen beide Sorten.
Am Ende unseres Aufenthalts hatten wir die Gelegenheit, am Deutschunterricht mit Madame Delescaux teilzunehmen. Dies ermöglichte uns, in französischer und deutscher Sprache ins Gespräch zu kommen und unsere Sprachkenntnisse anzuwenden.
Insgesamt gehen wir aus dieser Erfahrung mit unvergesslichen Erinnerungen, neuen deutsch-französischen Freundschaften und dem Wunsch hervor, uns weiterhin mit dem Thema auseinanderzusetzen und all unsere Produkte sichtbar zu machen.